Viele Familien stehen irgendwann vor einer schwierigen Frage: Wie kann ein pflegebedürftiger Angehöriger bestmöglich versorgt werden, ohne seine vertraute Umgebung verlassen zu müssen?

Während Pflegeheime für manche Menschen die richtige Lösung darstellen, wünschen sich viele Senioren, möglichst lange in den eigenen vier Wänden zu bleiben. Genau hier kommt die sogenannte 24-Stunden-Pflege ins Spiel. Dabei lebt eine Betreuungskraft mit im Haushalt und unterstützt den Pflegebedürftigen im Alltag.

Anbieter wie Diadema Pflege haben sich auf die Vermittlung solcher Betreuungskräfte spezialisiert und bieten bundesweit entsprechende Lösungen an. Laut Unternehmensangaben erfolgt die Betreuung im eigenen Zuhause mit individuell ausgewählten Betreuungskräften und persönlicher Begleitung während der gesamten Betreuungszeit.

Doch für wen eignet sich diese Betreuungsform wirklich? Welche Vorteile und Grenzen gibt es? Und worauf sollten Angehörige unbedingt achten?

Warum viele Senioren zu Hause bleiben möchten

Das eigene Zuhause bedeutet weit mehr als nur vier Wände. Es ist ein Ort voller Erinnerungen, Gewohnheiten und Sicherheit.

Gerade ältere Menschen reagieren häufig sensibel auf Veränderungen. Ein Umzug in ein Pflegeheim kann deshalb mit Ängsten, Unsicherheit und Orientierungsschwierigkeiten verbunden sein. Besonders Menschen mit Demenz profitieren oftmals davon, in ihrer gewohnten Umgebung bleiben zu können. Bekannte Räume, vertraute Nachbarn und feste Tagesabläufe können Orientierung und Sicherheit vermitteln.

Viele Angehörige suchen deshalb nach Möglichkeiten, eine umfassende Betreuung zu Hause zu organisieren.

Was bedeutet „24-Stunden-Pflege“ eigentlich?

Der Begriff führt häufig zu Missverständnissen.

Tatsächlich arbeitet keine Betreuungskraft rund um die Uhr ohne Pause. Auch bei der sogenannten 24-Stunden-Betreuung gelten Arbeitszeitregelungen und Ruhezeiten.

In der Praxis bedeutet die Bezeichnung vielmehr, dass eine Betreuungskraft mit im Haushalt lebt und dadurch jederzeit erreichbar ist, wenn Unterstützung benötigt wird. Die Betreuung umfasst dabei meist:

  • Hilfe beim An- und Auskleiden
  • Unterstützung bei der Körperpflege
  • Zubereitung von Mahlzeiten
  • Haushaltsführung
  • Begleitung zu Arztterminen
  • Spaziergänge und soziale Aktivitäten
  • Gesellschaft und Alltagsstruktur
  • Unterstützung bei Demenz

Diadema Pflege weist in den eigenen Informationen ausdrücklich darauf hin, dass unter „24 Stunden“ die Anwesenheit und Betreuung im Alltag zu verstehen ist, nicht jedoch eine durchgehende aktive Arbeitsleistung ohne Unterbrechung.

Welche Vorteile bietet eine Betreuung im eigenen Zuhause?

Für viele Familien liegen die Vorteile auf der Hand.

Der Pflegebedürftige bleibt in seiner vertrauten Umgebung und kann seinen Alltag weitgehend selbstbestimmt gestalten. Viele Menschen empfinden dies als deutlich angenehmer als einen Umzug in eine stationäre Einrichtung.

Zu den häufig genannten Vorteilen gehören:

  • Verbleib im gewohnten Zuhause
  • Individuelle Betreuung statt Schichtsystem
  • Mehr persönliche Zuwendung
  • Entlastung für Angehörige
  • Flexiblere Tagesgestaltung
  • Vertraute Umgebung bei Demenz

Gerade Angehörige berichten häufig von einer spürbaren Entlastung, wenn sie wissen, dass eine Betreuungsperson vor Ort ist und sich um viele alltägliche Aufgaben kümmert.

Für wen eignet sich die 24-Stunden-Betreuung?

Nicht jede Pflegesituation ist gleich.

Besonders geeignet ist diese Form der Betreuung häufig für Menschen:

  • mit Pflegegrad
  • mit eingeschränkter Mobilität
  • mit beginnender oder fortgeschrittener Demenz
  • nach Krankenhausaufenthalten
  • mit hohem Betreuungsbedarf im Alltag
  • deren Angehörige beruflich stark eingebunden sind

Laut Diadema Pflege verfügen die vermittelten Betreuungskräfte häufig über Erfahrungen im Umgang mit neurologischen Erkrankungen, Demenz oder Parkinson. :contentReference[oaicite:5]{index=5}

Worauf Angehörige bei der Auswahl achten sollten

Die Wahl eines Anbieters sollte niemals überstürzt erfolgen.

Wichtige Fragen können sein:

  • Wie transparent sind die Kosten?
  • Gibt es einen festen Ansprechpartner?
  • Wie läuft die Auswahl der Betreuungskraft ab?
  • Welche Sprachkenntnisse bringt die Betreuungskraft mit?
  • Wie werden Vertretungen organisiert?
  • Wie sind Kündigungsfristen geregelt?

Diadema Pflege nennt als Auswahlkriterien unter anderem Erfahrung, Sprachkenntnisse und individuelle Eignung der Betreuungskräfte. Außerdem verweist das Unternehmen auf ein zweiwöchiges Kündigungsrecht sowie persönliche Ansprechpartner während der Betreuung.

Die Kostenfrage: Was kommt auf Familien zu?

Die Finanzierung spielt bei nahezu jeder Entscheidung eine wichtige Rolle.

Die Kosten hängen von verschiedenen Faktoren ab:

  • Pflegeaufwand
  • Sprachkenntnisse der Betreuungskraft
  • Berufserfahrung
  • Spezielle Pflegeanforderungen
  • Regionale Unterschiede

Diadema Pflege nennt auf der eigenen Webseite Einstiegspreise ab rund 1.990 Euro monatlich. Die tatsächlichen Kosten können jedoch je nach Situation deutlich höher ausfallen.

Wichtig zu wissen: Je nach Pflegegrad können Pflegegeld, Verhinderungspflege, Entlastungsleistungen oder weitere Leistungen der Pflegeversicherung genutzt werden. Dadurch lässt sich die finanzielle Belastung teilweise reduzieren. :contentReference[oaicite:8]{index=8}

Auch ambulante Pflegedienste bleiben oft wichtig

Viele Menschen gehen davon aus, dass eine Betreuungskraft sämtliche Pflegeleistungen übernehmen darf.

Das stimmt nicht immer.

Medizinische Tätigkeiten wie Injektionen, Wundversorgung oder bestimmte Behandlungspflegen dürfen häufig nur durch entsprechend qualifizierte Pflegefachkräfte erfolgen. Deshalb arbeiten viele Familien zusätzlich mit einem ambulanten Pflegedienst zusammen. Auch Diadema Pflege empfiehlt ausdrücklich, bestehende ambulante Pflegeleistungen weiterhin in Anspruch zu nehmen.

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Welche Kritikpunkte sollten Familien kennen?

Eine seriöse Entscheidung erfordert immer auch einen Blick auf mögliche Nachteile.

Zu bedenken sind unter anderem:

  • Die Betreuungskraft benötigt Rückzugsmöglichkeiten und Ruhezeiten.
  • Es handelt sich nicht um eine medizinische Rund-um-die-Uhr-Intensivpflege.
  • Nicht jede Betreuungskraft passt automatisch zur betreuten Person.
  • Bei längeren Ausfällen können Wechsel notwendig werden.
  • Die Qualität kann je nach Anbieter unterschiedlich ausfallen.

Verbraucherschützer und Stiftung Warentest empfehlen deshalb, Vertragsbedingungen, Leistungsumfang und Betreuungskonzepte sorgfältig zu prüfen. In einem älteren Vermittlertest wurden bei verschiedenen Anbietern teilweise Unterschiede hinsichtlich Transparenz und Qualitätskontrolle festgestellt.

Fazit: Eine interessante Möglichkeit für viele Familien

Die 24-Stunden-Betreuung kann für viele pflegebedürftige Menschen eine attraktive Alternative zum Pflegeheim sein. Sie ermöglicht oftmals ein Leben in der vertrauten Umgebung und kann Angehörige deutlich entlasten.

Gleichzeitig sollten Familien realistisch einschätzen, welche Unterstützung tatsächlich benötigt wird. Eine sorgfältige Auswahl des Anbieters, transparente Kostenstrukturen und die Kombination mit ambulanten Pflegediensten können entscheidend für eine erfolgreiche Betreuung sein.

Anbieter wie Diadema Pflege zeigen, wie moderne häusliche Betreuung organisiert werden kann. Dennoch lohnt es sich immer, mehrere Angebote einzuholen, Fragen zu stellen und die individuelle Situation genau zu analysieren, bevor eine Entscheidung getroffen wird.

Diadema-Pflege.de

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