Die richtige Haut- und Körperpflege in der Altenpflege

Junge Haut weist eine hohe Resistenz und Belastbarkeit auf. Temperaturunterschiede, Schmutzpartikel und extreme Witterungsverhältnisse können dem Hautbild in der Regel nichts anhaben. Im Gegensatz dazu ist die Haut der älteren Generation häufig sehr empfindlich.

Falten und eine starke Pigmentierung treten in Erscheinung und beeinflussen die Struktur und das Aussehen der Haut. Die Elastizität lässt gegenüber den jüngeren Lebensjahren immer mehr nach und muss mit einer erhöhten Flüssigkeitszufuhr ausgeglichen werden. Überdies sorgt eine Inkontinenz in der Regel dafür, dass die Haut im Intimbereich stark angegriffen wird und die Hautdrüsenfunktion mit der Zeit immer mehr an Effizienz verliert. Infolgedessen benötigt die alternde Haut der reifen Generation besonders viel Fürsorge.

Worauf es bei der Reinigung und Pflege im Alter ankommt, erläutern wir Ihnen im folgenden Artikel.

Das Einmaleins der Haut- und Körperpflege in der Altenpflege

Die Grundlage einer guten Pflege der Haut, Haare und des Körpers basiert auf einer Kombination aus den richtigen Pflegeprodukten und der angemessenen Behandlung der Patienten. Ferner sind ein hohes Einfühlungsvermögen und der Respekt der pflegenden Personen eine Grundvoraussetzung.

Bevor man Altenpfleger Stellenangebote in Betracht zieht, sollte man sich sicher sein, dass man den Anforderungen dieses Berufsbildes gewachsen ist.

Die Pflegeprodukte

Die Auswahl an Pflegeprodukten im Supermarkt ist breit gefächert. Die Regalreihen für Shampoos, Duschgels und Hautcremes sind meterlang und die Kunden fühlen sich von der Vielfalt des Angebots häufig erschlagen. Da die Haut älterer Menschen hohe Ansprüche besitzt, eignet sich nicht jedes Pflegemittel zur Haar-, Haut- und Körperpflege.

Es sollte darauf geachtet werden, Produkte zu verwenden, die kaum beziehungsweise keinen Alkohol enthalten. Man kann sich hierfür an dem pH-Wert orientieren, der 5,5 betragen sollte.

Inhaltsstoffe, die zudem den Heilungs- und Aufbauprozess der Haut anregen, sind Urea, Mandelöl, Panthenol und Kreatin. Eventuell muss der Pfleger auf spezielle Pflegeserien oder Magistralrezepturen für ältere Menschen zurückgreifen. Diese zeichnen sich oftmals durch einen höheren Preis aus. Durch die enthaltenen Nähr- und Vitalstoffe lohnt sich die Investition allerdings.

Die Hautpflege

Nicht selten haben Menschen Vertrauen zu einer bestimmten Marke oder einem Produkt gefasst. Das Pflegemittel wird häufig bereits seit mehreren Jahren oder sogar Jahrzehnten verwendet und ist fest in die Waschroutine der Patienten integriert. Es sollte zunächst geprüft werden, ob der Artikel den Anforderungen älterer Haut entspricht und fördernde Inhaltsstoffe enthält. Ist die Creme oder Lotion weniger geeignet, sollte man sich bemühen, ein Äquivalent der gleichen Marke zu finden, um den Patienten die Umstellung so einfach wie möglich zu machen.

Von Vaseline, Melkfett und Zinksalbe ist Abstand zu nehmen. Diese Produkte können die Poren verstopfen und die Haut am Atmen hindern.

Weiterhin ist es wichtig, geschädigte Hautstellen mit Vorsicht zu behandeln. Ruckartiges Ziehen, festes Reiben oder Drücken können dazu führen, dass die verletzte Partie aufreißt und sich infiziert. Es bietet sich demnach an, auf raue Stoffe zu verzichten und stattdessen auf Waschhandschuhe zu setzen. Sie sind eine bewährte Alternative zu Waschlappen und besitzen eine samtig weiche Oberfläche.

Die Körperpflege

Während junge Menschen oftmals sehr aktiv sind und sich ständig in Bewegung befinden, lassen die Unternehmungen im Alter immer mehr nach. Die Knochen schmerzen und es fällt zunehmend schwerer, sich für Aktivitäten außerhalb der eigenen vier Wände zu motivieren. Dementsprechend wird die Notwendigkeit einer regelmäßigen Wäsche und Körperpflege weniger ernst genommen. Das ist ein großer Fehler, da besonders ältere Haut sehr viel Aufmerksamkeit benötigt. Abhängig von der Selbstständigkeit, dem Pflegegrad und der Mobilität der zu pflegenden Person gibt es folgende Möglichkeiten:

Im Bett: Bettlägerige Menschen sind nicht mehr in der Lage, das Bad aufzusuchen, um der eigenen Körperhygiene nachzugehen. Die Körperpflege im Bett befreit vor Gerüchen sowie Schmutz und sorgt für Erfrischung.

In der Dusche: Die Dusche eignet sich ausgezeichnet, um die Körperreinigung durchzuführen. Ein Duschhocker oder Duschstuhl, Haltegriffe und eine Anti-Rutsch-Matte dienen als zusätzliche Unterstützung der Pflegekraft.

In der Badewanne: Die Badewanne wird als Ort der Ruhe und Entspannung wahrgenommen. Durch den hohen Einstieg birgt sie allerdings auch Risiken. Hilfsmittel wie ein spezieller Sitz, Lift oder eine Badewanne mit Einstieg machen ein Vollbad dennoch möglich.

Bildquelle: https://www.pexels.com/de-de/foto/frau-vintage-tisch-verwischen-5231294/

Die richtige Haut- und Körperpflege in der Altenpflege

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