Warum immer wieder Senioren Opfer bei Betrugsmaschen werden

Seniorenbetrug ist schon lange keine Seltenheit mehr. Kriminelle Menschen gehen dabei mit Schockanrufen, dem Enkeltrick, WhatsApp-Nachrichten oder getarnt als falsche Handwerker vor. Sie haben es heutzutage gezielt auf ältere Menschen abgesehen, leider häufig mit schockierendem Erfolg.

Viele Täter verfügen dabei über eine beunruhigende Professionalität, denn sie nutzen moderne Techniken und üben psychologischen Druck aus. Dazu wird gezielt die Unsicherheit der älteren Menschen, also ihrer Opfer, ausgenutzt.

Senioren werden aufgrund einiger Schwächen für Betrug ausgewählt

Dazu kommt ein weiteres Problem, denn einige Betrugsopfer sprechen dann nicht darüber, weil sie sich schämen. So erfahren Angehörige häufig erst recht spät, dass zum Beispiel persönliche Daten weitergegeben oder hohe Geldbeträge überwiesen wurden. Aufklärung kann aber helfen, Betrug rechtzeitig zu erkennen sowie schlimmere Schäden zu vermeiden.

Sehr viele Senioren gehören zu der Generation, die beigebracht bekommen hat, hilfsbereit und höflich zu sein. Deshalb fällt es vielen älteren Menschen schwer, Fremden eher zu misstrauen. Auch das wissen die Betrüger und machen es sich zunutze.

Was dann noch dazukommt ist, dass manche Senioren sich mit digitalen Themen nicht gut auskennen. Emails, Messenger-Dienste, Online-Banking oder gefälschte Webseiten verwirren sie oft. Auch hier nutzen Kriminelle gezielt diese Unsicherheit aus.

Leider spielt sogar das Thema Einsamkeit bei älteren Menschen eine große Rolle. Wenn diese alleine leben und/oder nur wenige soziale Kontakte haben, reagieren sie häufig aufgeschlossener und emotionaler auf eine scheinbar freundlich gemeinte Ansprache oder auch auf einen vermeintlich dramatischen Notfall.

Altersbedingte Einschränkungen und Krankheiten wie Demenz werden ausgenutzt

Mit zunehmendem Alter können Seh- und Hörvermögen, Reaktionsfähigkeit oder die Fähigkeit, Situationen schnell einzuschätzen zu können, nachlassen. Das ist in vielen Fällen ganz normal und gehört zum Altern häufig mit dazu. Aber das macht es auch schwieriger, einen Betrugsversuch sofort zu erkennen sowie angemessen darauf zu reagieren. Dann kann eine Demenz sowie kognitive Einschränkungen es für Betrüger einfach machen. Bei einer Demenz können beispielsweise das Gedächtnis, die Orientierung, das Urteilsvermögen sowie die Fähigkeit zur Einschätzung von Situationen leicht oder auch sehr stark beeinträchtigt sein. Betroffene lassen sich dann meist einfacher beeinflussen oder manipulieren. Besonders problematisch ist, wenn sich die Opfer später nicht mehr genau oder gar nicht daran erinnern können, was passiert ist oder was abgesprochen wurde.

Betrüger gehen meist hochprofessionell vor

Die Betrüger gehen dabei meist hochprofessionell vor, indem sie Telefonnummern manipulieren, Stimmen fälschen sowie erfundene Geschichten perfekt vorbereiten. Dabei können einige Täter so überzeugend sein, dass sogar eigentlich misstrauische Personen darauf hereinfallen.

Wie Detekteien unterstützen können

Wenn Angehörige den Eindruck haben, dass ein älterer Verwandter wiederholt Geld verliert oder auffällige Geldbeträge unerklärlich verschwinden oder die Person von unbekannten Personen kontaktiert oder möglicherweise ausgenutzt wird, kann eine Detektei, wie beispielsweise die Detektei aus Hamburg-Mitte, dabei helfen, die Situation diskret zu überprüfen und konkrete Hinweise zu sammeln. Wenn zum Beispiel der Verdacht besteht, dass eine Alltagsbegleitung/Pflegekraft, ein Bekannter oder eine ganz andere Person das Vertrauen eines älteren Menschen bewusst ausnutzt, können Detektive (abhängig von der rechtlichen Situation) entsprechende Ermittlungen durchführen sowie Sachverhalte dokumentieren. Eine wichtige Aufgabe ist dann, Beobachtungen, Kontakte sowie relevante Vorgänge nachvollziehbar zu dokumentieren. Das kann dann besonders hilfreich sein, wenn sich ein Verdacht erhärtet und weitere rechtliche Schritte geprüft werden sollen.

Wichtig ist nur, dass bei akuter Gefahr, einem laufenden Betrug oder unmittelbarem Verdacht auf eine Straftat grundsätzlich die Polizei eingeschaltet werden sollte.

Beispiele für Betrugsmaschen näher beschrieben:

Der sogenannte Schockanruf

Hierbei meldet sich ein angeblicher Polizist, Arzt oder Anwalt und erzählt fast immer eine dramatische Geschichte. So soll ein Angehöriger einen schweren Unfall verursacht haben, im Gefängnis sein oder sich in Lebensgefahr befinden. Dann kommt die Aufforderung, dass eine hohe Geldsumme sofort bezahlt werden muss, um der Person helfen zu können und Schlimmeres zu vermeiden. Dabei werden die Opfer von den Tätern massiv unter Druck gesetzt und in Panik gebracht, sodass sie sich kaum Zeit zum Nachdenken nehmen und den verlangten Betrag tatsächlich übergeben. Oft kennen die Betrüger sogar Namen, Telefonnummern oder familiäre Details der Opfer.

Der Enkeltrick

Betrüger geben sich am Telefon oder über einen Messenger-Dienst als Enkel, Tochter oder Sohn aus und sagen dann, dass sie dringend Hilfe benötigen, weil sie sich angeblich in einer Notlage (z.B. kaputtes Auto, medizinischer Notfall, dringende Rechnung/Mahnung) befinden oder die Direktzusage irgendeiner Bank benötigen. Weil viele ältere Menschen ihren Angehörigen helfen möchten, hinterfragen sie die Geschichte nicht sonderlich. Vor allem dann, wenn echte Namen genannt werden, wirkt alles noch glaubwürdiger. Häufig bitten die Betrüger auch darum, niemandem etwas zu erzählen, was verhindert, dass Angehörige rechtzeitig eingreifen können.

Wann sollten Angehörige aufmerksam werden?

  • Bei starker Nervosität nach Telefonaten oder Nachrichten
  • Bei ungewöhnlich häufigen Überweisungen
  • Bei ungewöhnlicher Heimlichkeit
  • Bei nicht erklärbaren Paketsendungen
  • Bei neuen Bekanntschaften
  • Bei verschwundenem Bargeld
  • Bei häufigen Mahnungen
  • Bei Panik oder Angst nach unbekannten Anrufen

Bild von Manuel Alvarez auf Pixabay

Warum immer wieder Senioren Opfer bei Betrugsmaschen werden
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