Jens Spahn - Fluch oder Segen?

Es fehlen tausende Pflegekräfte in der Altenpflege und Gesundheitsminister Jens Spahn hat Lösungen parat, die scheinbar das Problem des Fachkräftemangel nicht wirklich erkennen. Nicht erst seit gestern ist der Beruf des Altenpfleger wenig attraktiv und schlecht bezahlt. Der Fachkräftemangel ist frappierend und auch kein Problem das akut neu ist. Leider können Minister nicht zaubern, denn die Entwicklungen und die Lösungen für die Senioren sehen nicht gerade rosig in der Pflegebranche aus. Was jetzt als Lösungskonzept von Jens Spahn diskutiert wird und hier Abhilfe schaffen soll, wird auch fast niemanden motivieren in die Reihen der Pflegekräfte beruflich zu wechseln. Niemand wird einen gut bezahlten Job in der Industrie gegen einen Arbeitsplatz als Altenpfleger tauschen. Noch dazu, nicht jeder eignet sich wirklich als Altenpfleger zu arbeiten und das kennzeichnet ein Problem das jahrelang ignoriert wurde.

Jens Spahn: ein Minister, der keine wirklich neuen Ideen zur Lösung hat

Was Hat Spahn nun bis jetzt konkret erreicht, außer dass er als CDU Spitzenkandidat für den CDU Vorsitz kandidiert? Der Pflegenotstand in Deutschland ist ein brisantes Thema und Minister Spahn will sich schließlich profilieren. Der zuständige Minister hat scheinbar auch hier nur alte Lösungen parat, die schon bei der Vorstellung und Verbreitung nur Achselzucken bei den betroffenen Pflegekräften hervorrufen.

Der Notstand in der ambulanten- und stationären Pflege schreitet unverdrossen voran und auch die Senioren finden mittlerweile kaum noch Pflegedienste für eine ambulante Pflege. Bei der Zahl der Pflegekräfte und dementsprechenden Bedarf hat dieser Gesundheitsminister viele Ansätze der Lösungen, aber scheinbar befasst er sich lieber mehr mit seiner Parteikarriere. Das sind die Fakten zum aktuellen Pflegenotstand in Deutschland. Spahn als zuständiger Gesundheitsminister mit einem noch jungen Leistungsprofil, fällt scheinbar nur ein die Mitarbeiter der Pflege noch mehr arbeiten zu lassen und bietet als Option dazu eine Empfehlung für bessere Bezahlung dieser Pflegekräfte. Diese hinken ohnehin als Schlusslicht bei den Gehaltsempfängern und dem allgemeinen Lohnniveau hinterher. Was hat Spahn nun wirklich noch vor um eine Verbesserung der Situation zu erzielen?




Mit der Ankündigung, einfach Mehrarbeit zu leisten, liegt Spahn mit seinen Vorschlägen schwer daneben, denn heute häufen die verbliebenen Mitarbeiter schon sehr viele Überstunden an. Spahn widmet sich nicht dem System und den generellen Problemen, sondern auch er meint nur mit ein paar Stunden von Mehrarbeit und einer etwaigen Lohnerhöhung wird das schon regeln. Jedoch weiß er auch das sich die Tarifvertragsparteien mit den Details befassen müssen.

Wofür wird Spahn bei dieser Thematik stark kritisiert?

Spahn wird von den Gewerkschaften den zuständigen Verbänden und den Arbeitgebern der Pflegekräfte kritisiert. Das Bundeskabinett hat ein Sofortprogramm verabschiedet und Spahn als zuständiger Minister ist auch der Meinung, dass er damit dem Fachkräftemangel in der Pflege älterer Menschen gerecht wird. Dafür kritisiert man ihn nicht allein, denn es sind die Rahmenbedingungen des geltenden Arbeitsrecht, die Spahn einfach mit seinen Vorschlägen aushebeln möchte.

Sein Plan sieht 13.000 neue Stellen in der Pflege vor, wobei aber schon heute rund 36.000 Stellen wegen Mangel an geeigneten Pflegekräften vakant sind. So müsste der zuständige Minister erst einmal ein Programm schaffen, bei dem die freien und unbesetzten Stellen besetzt werden und das ist real nicht möglich. Schaut man sich dabei die Kritik der Verbände an, so ist nach Ansicht des VdK ein Bedarf von rund 60.000 Altenpflegern nötig um eine fundierte Pflege von alten Menschen in der Bevölkerung zu gewährleisten.

Scheinbar ist nur alles heiße Luft, denn auch der Minister weiß, dass es hier keine staatlichen Instrumentarien gibt, die Arbeitgeber und Arbeitnehmer zu diesen Maßnahmen zwingen können. Das Sofortprogramm der Bundesregierung ist auch nur eine Leitlinie, die es zu erfüllen gilt und in der Pflege gibt es wohl keinen Minister, der einmal die wirklich Verantwortlichen zur Rechenschaft zieht.

Foto: © BMG

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